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Die Schlosskirche Varenholz hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Der ältere Teil des heutigen Kirchengebäudes war ein Teil der Burg Vornholte, zur Zeit der Ritter von Vornholte wurde es als Amtspfandstall mit Kornboden genutzt, außerdem befand sich die Dienstwohnung des Amtmannes darin. Im Mittelalter wurde das Gebäude als Reithalle für die adeligen Schlossbewohner genutzt. Der Landdrost baute die Reithalle zur Grabeskapelle um. Mit der Einsetzung des ersten Pfarrers wurde daraus eine eigenständige Gemeindekirche.
Die ursprüngliche Schlosskapelle wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Die Dorfbewohner mussten lange den Weg über den Kirchberg nach Langenholzhausen zum Gottesdienst und zur Schule gehen. Erst mit dem Einzug von Lewin Moritz von Donop und seiner Frau Sybille Margarethe von Heiden-Donop änderte sich die Situation. Die kinderlose Drostin wollte den armen Dorfbewohnern eine Kirche und eine Schule stiften. Sie stellte einen Theologie-Kandidaten ein, der Bibelstunden und Schulunterricht in der zerstörten Schule gab. Als die Drostin plötzlich verstarb, erfüllte ihr Mann, mit Erlaubnis des Regierenden Grafen zur Lippe, das Vermächtnis. Das Gebäude wurde in nur siebzehn Monaten zu einer Kapelle umgebaut.
Das Dorfarchiv ist "das Gedächtnis der Weserdörfer". Aus einer privaten Initiative entstanden und nun unter dem Dach der Kirchengemeinde wird das Dorfarchiv ehrenamtlich weitergeführt. Alles Wissenswertes aus dem Dorfleben wird aufgearbeitet und für die nachfolgenden Generationen erhalten. Es erinnert an einzelne Persönlichkeiten aus den Dörfern, an Betriebe, Gaststätten, Vereine, an die wechselvolle Geschichte des Schlosses und ihrer Bewohner. Die Themenauswahl ist sehr vielfältig. Die Dorfbewohner bringen ihre Erinnerungsstücke ins Archiv. Andere stellen konkrete Anfragen zu einzelnen Themen. So lebt das Dorfarchiv vom Geben und Nehmen.
Vera Varlemann ist ausgebildete Kirchenführerin und Leiterin des Arbeitskreises Heimatgeschichte und des Dorfarchivs Varenholz.
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