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Die Geschichte der Varenholzer Schlosskirche

VHS Bad Salzuflen, Hermannstr. 32, 32105 Bad Salzuflen

Inhalt

Vera Varlemann, ausgebildete Kirchenführerin und Leiterin des Arbeitskreises Heimatgeschichte und des Dorfarchivs Varenholz gibt spannende Einblicke in die Geschichte der Varenholzer Schlosskirche.

Die ursprüngliche Schlosskapelle wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Die Dorfbewohner mussten lange den Weg über den Kirchberg nach Langenholzhausen zum Gottesdienst und zur Schule gehen. Erst mit dem Einzug von Lewin Moritz von Donop und seiner Frau Sybille Margarethe von Heiden-Donop änderte sich die Situation. Die kinderlose Drostin wollte den armen Dorfbewohnern eine Kirche und eine Schule stiften. Sie stellte einen Theologie-Kandidaten ein, der Bibelstunden und Schulunterricht in der zerstörten Schule gab. Als die Drostin plötzlich verstarb, erfüllte ihr Mann, mit Erlaubnis des Regierenden Grafen zur Lippe, das Vermächtnis. Das Gebäude wurde in nur siebzehn Monaten zu einer Kapelle umgebaut.

Das heutige Kirchengebäude hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Der ältere Teil war ein Teil der Burg Vornholte, zur Zeit der Ritter von Vornholte wurde es als Amtspfandstall mit Kornboden genutzt, außerdem befand sich die Dienstwohnung des Amtmannes darin. Im Mittelalter wurde das Gebäude als Reithalle für die adeligen Schlossbewohner genutzt. Der Landdrost baute die Reithalle zur Grabeskapelle um. Mit der Einsetzung des ersten Pfarrers wurde daraus eine eigenständige Gemeindekirche - die Schlosskirche Varenholz.