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Ein moderierter Rundgang im Museum: "Zwangsarbeit im Nationalsozialismus" und ein Stadtrundgang "Weimar in der NS-Zeit" geben einen Überblick über die verschiedenen Formen und Orte der Zwangsarbeit. Mehr als 20 Millionen Menschen aus ganz Europa mussten während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeit für Deutschland leisten. Die Deutschen profitierten von der Ausbeutung, die in der Öffentlichkeit kein Geheimnis war. Jede:r Deutsche begegnete ihnen. Sie wurden überall eingesetzt, von der Großindustrie bis zum Privathaushalt. Zwangsarbeit war das öffentlichste Massenverbrechen im Nationalsozialismus.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Zwangsarbeit nicht als Massenverbrechen anerkannt. Die noch lebenden Opfer erhielten erst mehr als 60 Jahre nach Kriegsende geringe Geldzahlungen für ihre über Jahre geleistete Sklavenarbeit für Deutschland.
2024 eröffnete im Zentrum Weimars das Museum "Zwangsarbeit im Nationalsozialismus". Dieser Ort der Begegnung und der historisch-politischen Bildung vermittelt die Gesamtgeschichte der NS-Zwangsarbeit: Von der Machtübernahme 1933 bis in die Wiedergutmachungsdebatten der Gegenwart. Über die Bildungs- und Vermittlungsarbeit trägt das Museum dazu bei, ein Verständnis von der Geschichte zu entwickeln und eigene bestehende Bilder im Kopf zu hinterfragen.
Die Fahrt wird begleitet von Ute Delimat, die sich als Tochter einer ehemaligen NS-Zwangsarbeiterin und Holocaust-Überlebenden seit Jahren mit dem verdrängten Kapitel der deutschen Geschichte beschäftigt und mit künstlerischen Formaten an Toleranz, Courage und Nicht-Vergessen appelliert.
Aus organisatorischen Gründen bittet das VHS-Büro um Voranmeldung bis zum 04.05.2026.
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